Diese Frage mag überraschen. Vielleicht erscheint sie Ihnen alarmistisch oder übertrieben, doch sie ist von entscheidender Bedeutung. Sie könnte das Leben Ihres Partners retten …und vielleicht auch Ihr eigenes, sollte es einmal zu einer Katastrophe kommen.
Sie denken: „Ich würde mein Tier sowieso niemals zurücklassen, wenn ich evakuiert werden muss.“
Daran zweifle ich nicht. Aber in der Praxis zeigt sich eine andere Realität: Die Liebe zu Ihrem Partner reicht nicht aus, wenn um Sie herum alles zusammenbricht.
In einer Notsituation kommt es auf ein einziges Wort an: VORBEREITUNG.
Warum ist diese Frage so entscheidend?

Ein Blick auf Katrina: Die Katastrophe, die alles verändert hat.
In den Vereinigten Staaten, am 29. August 2005, derHurrikan Katrina New Orleans. Die Welt sieht überflutete Stadtviertel, auseinandergerissene Familien … doch die Medien verschweigen eine weitere Tragödie, die sich still und unsichtbar abspielt.
Zwischen 100.000 und 250.000 Haustiere werden ausgesetzt oder gehen verloren. Bis zu 70.000 sterben. Nicht, weil ihre Besitzer sie nicht lieben, sondern weil für sie keine Vorkehrungen getroffen wurden. Es wurde nicht im Voraus daran gedacht, wie mit ihnen umgegangen werden soll.
In den Evakuierungsbussen sind Tiere nicht erlaubt. In den Notunterkünften steht auf Schildern:„Keine Tiere erlaubt“. Und eine Szene wird zum Symbol für ein versagendes System: Ein Polizist reißt den Hund „Snowball“ aus den Armen eines Kindes, bevor dieses in einen Bus einsteigt. Das Kind schreit und übergibt sich. Die ganze Welt ist erschüttert.
Ergebnis: 44 % der Personen, die sich geweigert hatten, das Gebiet zu verlassen, taten dies, um ihr Tier nicht zurückzulassen. Einige von ihnen werden überleben. Andere nicht.
Die Vereinigten Staaten haben ihre Lehren daraus gezogen. Europa noch nicht.
Weniger als ein Jahr nach Katrina wurde ein Bundesgesetz, der PETS Act, verabschiedet. Um im Rahmen der Organisation von Rettungsmaßnahmenzu erhalten, müssen die Bundesstaaten Tiere in ihre Evakuierungspläne einbeziehen.
Drei Jahre später, als der Hurrikan Gustav Louisiana heimsuchte, wurden Menschen und Tiere werden gemeinsam: Transport, Unterbringung, Rückverfolgbarkeit – alles ist geregelt. Ein voller Erfolg!
Diese Gesetzesänderung ist mehr als nur eine Geste des Mitgefühls. Sie ist auch eine Antwort auf eine große Herausforderung im Bereich der öffentlichen Gesundheit, da Studien gezeigt haben, dass:
- Der Verlust eines Haustieres während einer Katastrophe kann schwere psychische Traumata auslösen, die manchmal schwerwiegender sind als der Verlust der eigenen Wohnung,
- Bis zu einem Drittel des Gesundheitspersonals könnte sich weigern zu arbeiten, wenn es keine Lösung für die Unterbringung seiner Tiere gibt, was das gesamte Notfallsystem gefährden würde.
Während die Vereinigten Staaten daraus gelernt haben, verfügt Europa hingegen über keinen vergleichbaren Rechtsrahmen.
Doch unser Kontinent, der sich doppelt so schnell erwärmt wie der weltweite Durchschnitt, ist mit immer häufiger auftretenden und immer heftigeren Katastrophen konfrontiert: das Sturzhochwasser in Ahrweiler im Jahr 2015 in Deutschland, der Sturm „Alex“ im Jahr 2020 in Frankreich, die Waldbrände rund um Athen im Jahr 2023 in Griechenland, der Sturm „Dana“ über Valencia im Jahr 2024 in Spanien … Überall mussten Hausbesitzer innerhalb weniger Minuten fliehen und ihre Tiere zurücklassen, die sie nie wiedergefunden haben.
In Europa gibt es keine Garantie dafür, dass Ihr Haustier bei einer Evakuierung mitgenommen oder zusammen mit Ihnen aufgenommen werden kann: Da es keine entsprechenden gesetzlichen Regelungen gibt, sind die Rettungsdienste nicht verpflichtet, Ihr Haustier bei einer Evakuierung aufzunehmen.
Auch wenn Ihnen die Rettungskräfte in Frankreich dabei helfen können, gemeinsam mit Ihrem Haustier zu evakuieren, ist Ihre persönliche Vorbereitung doch die eigentliche Sicherheit.
Wie können Sie feststellen, ob Sie für das Wohlbefinden Ihres Haustieres gut vorbereitet sind?
Hier sind die drei wichtigsten Fragen, die Sie sich schon heute stellen sollten.
1. Haben Sie ein Notfallset für Ihr Haustier?
Wenn man innerhalb weniger Minuten aufbrechen muss, ist es bereits zu spät, um zu improvisieren. Ein Notfallset ist keine hastig gepackte Tasche. Es handelt sich um eine durchdachte Zusammenstellung, die es Ihrem Tier je nach Situation ermöglicht, zwischen 2 und 10 Tagen durchzuhalten.
Der Bedarf variiert je nach Tierart, Rasse, Alter, Gesundheitszustand, Verhalten des Tieres usw. So hat eine an Diabetes erkrankte Katze nicht denselben Bedarf wie ein junger Dackel in bester Verfassung. Ein „NAC“ (neues Haustier) benötigt hingegen spezielle Ausrüstung.
Wissen Sie genau, was Ihr Haustier braucht, um mehrere Tage fern von zu Hause zu überleben?
Ohne ein griffbereites, leicht zugängliches und vollständiges Notfallset ist Ihr Vierbeiner nicht ausreichend vorbereitet. Ein gut zusammengestelltes Notfallset hingegen rettet Leben.

2. Haben Sie einen Evakuierungsplan, der auch Ihr Haustier einbezieht?
Ein wirksamer Evakuierungsplan beschränkt sich nicht darauf, „schnell zu fliehen“. Er umfasst unter anderem mögliche Fluchtwege, alternative Ziele, Notfallkontakte sowie die Besonderheiten Ihres Haustieres:
- Wie reagiert er unter Stress?
- Hat er besondere Bedürfnisse?
- Kann er mit anderen Tieren in einem Gemeinschaftsgehege zusammenleben?
- usw.
In Frankreich und ganz allgemein in Europa nehmen nur wenige Notunterkünfte Haustiere auf. Einen Evakuierungsplan zu haben, ist daher kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.
3. Ist Ihr Haustier ordnungsgemäß gekennzeichnet?
Sollten Sie während einer Katastrophe voneinander getrennt werden, ist die Kennzeichnung Ihre beste Chance, Ihren Vierbeiner wiederzufinden.
Nach Katrina konnten weniger als 5 % der geretteten Tiere wieder mit ihren Besitzern vereint werden, was vor allem auf eine unzureichende Kennzeichnung zurückzuführen war.
Mikrochip, Halskette mit graviertem Anhänger und aktuelle Fotos bilden das erfolgreiche Trio. Hinzu kommt ein neuer, wertvoller Vorteil:die kostenlose französische App Lost’him, deren KI „Pet Match“ die Chancen auf eine Wiedervereinigung erheblich steigert, indem sie sowohl eine Community als auch leistungsstarke Algorithmen mobilisiert.
Ein echter moderner Rettungsanker in Krisenzeiten.
Sein Tier vorbereiten: ein Akt der Liebe, ein Akt der Vorsorge

Wir möchten uns das Schlimmste nicht vorstellen. Doch wenn Sie Ihren Vierbeiner heute darauf vorbereiten, geben Sie ihm die beste Chance, auch morgen noch an Ihrer Seite zu sein.
Ihr Haustier ist ganz auf Sie angewiesen: Es kann weder seine Notfallausrüstung zusammenstellen noch die Dringlichkeit der Situation begreifen. Ihre Verantwortung beginnt jetzt, in aller Ruhe.
Wie wäre es, wenn wir gemeinsam aktiv werden?
Die Vorbereitung dauert keine Monate: Man muss einfach nur anfangen.
Mein Name ist Céline Sissler-Bienvenu.
Ich habe für renommierte Nichtregierungsorganisationen Rettungsaktionen für Haus- und Wildtiere in Europa und Afrika geleitet. Ich war bei großen Katastrophen im Einsatz, von den Waldbränden in Griechenland bis zum Krieg in der Ukraine, und habe dazu beigetragen, dass innerhalb von drei Jahren mehr als200.000Tiere gerettet wurden.
Eine Erkenntnis hat sich durchgesetzt: Wir retten zwar während der Krise Tier- (und Menschen-) Leben, doch wir schützen noch mehr Leben, wenn wir im Vorfeld handeln. Deshalb habe ich mich entschlossen, mich der Prävention und Vorsorge zu widmen, um Privatpersonen, Gemeinden und Organisationen, denen der Tierschutz am Herzen liegt, dabei zu helfen, das Unvorstellbare vorauszusehen und zu planen.
Zu diesem Zweck habe ich Planimalia Consultinggegründet, die erste Beratungsagentur, die sich speziell mit der Einbeziehung von Tieren in die Katastrophenvorsorge und -vorbereitung befasst.

Wie kann ich Ihnen helfen?
Mit Planimalia Consulting biete ich eine maßgeschneiderte Betreuung für Sie und Ihr Tier an und stelle Ihnen meine praktische Erfahrung und mein Fachwissen bei Ihrer Vorbereitung zur Verfügung.
Ich helfe Ihnen dabei, Ihr Notfallset, Ihren Evakuierungsplan, Ihre Identifizierungsstrategie und Ihre Organisation entsprechend Ihren spezifischen Risiken zusammenzustellen … alles ganz auf Ihr Tier, Ihren Haushalt und Ihre Umgebung zugeschnitten.
Ein identifiziertes, ausgerüstetes und an seine Ausrüstung gewöhntes Tier sowie ein gut vorbereiteter Besitzer: Das ist eine gelungene Rettung.
Weil jedes Tier es verdient, geschützt zu werden. Weil jeder Tierhalter es verdient, einen Plan zu haben. Weil es nie zu früh ist, sich vorzubereiten, aber es kann zu spät sein.
Ein großes Dankeschön an Céline für ihre Erläuterungen zu einem für unsere Tiere so wichtigen Thema. Teckelshop ist stolz darauf, ihre Botschaft zur Vorsorge und Vorbereitung weiterzugeben.
Sie können ganz einfach Céline Sissler-Bienvenu auf LinkedIn finden.
Teckelshop– 💚
